Wettbewerb

Besucher- und Bildungszentrum UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen

2-phasiger, offener, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb gem. RPW 2013

Zeitraum Verfahren:03/2021 - 09/2021

Auslober: Sächsisches Staatsministerium der Finanzen vertreten durch Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement Niederlassung Bautzen

Erläuterungen:

Der Muskauer Park, seit 2004 eine grenzüberschreitende UNESCO-Welterbestätte auf deutschem und polnischem Gebiet, ist der größte und einer der bedeutendsten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas, dessen künstlerische und kunsthistorische Ausstrahlung bis nach Amerika reicht. Er ist zugleich ein Ort herausragender baulicher Denkmale, insbesondere mit dem zentralen Schlossensemble, bestehend aus Neuem Schloss, Altem Schloss und Kavalierhaus.

Auf der Suche nach einer geeigneten Nutzungskonzeption für das Kavalierhaus wurde schließlich die Idee entwickelt, Fürst Pücklers Intention zu folgen und den Blick aus seinem genialen Landschaftskunstwerk in die umgebende Kulturlandschaft zu weiten.

Eine innovative Ausstellung im Kavalierhaus soll die Besucher für die einmaligen landschaftlichen und geologischen Reize des UNESCO-Geoparks Muskauer Faltenbogen mit dem Muskauer Park im Zentrum als deutsch-polnisches Bindeglied sensibilisieren und zu weiteren Entdeckungen rund um Bad Muskau anregen.

Ziel des Wettbewerbes ist es, durch Umnutzung und bauliche Erweiterung des historischen Kavalierhauses innerhalb der historischen Hofsituation, im Duktus des sogenannten Pücklerschen „C-Planes“ aus den „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ von 1834, ein zeitgemäßes Ausstellungsgebäude zu schaffen. Dafür soll ein zukunftsweisender, nachhaltiger und betriebskostenarmer Bau für die Einrichtung der integrativen, geowissenschaftlichen Ausstellung in Ergänzung des historischen Kavalierhauses und unter Nutzung dessen besonders erhaltenswerter Räume in Keller- und Erdgeschoss entwickelt werden. Die repräsentative, dem Schloss zugewandte Südfassade sowie die einfachere Ost- und Westfassade des Kavalierhauses sind in der gegenwärtig vorhandenen Form von 1934 zu belassen.