Helmholtz-Institut

Neubau eines Forschungsgebäudes
Jena 2018

Internationale Spitzenforschung am Hang des Landgrafen. Schiefer-Monolith mit Weit- und Zukunftsblick. Funktionaler Forschungsbunker als Fundament für Wissenschaftsräume für ein offenes, kommunikatives und vernetztes Arbeiten im Open Space. Der vorgeschlagene dreigeschossige Baukörper ist parallel zur Hangsituation ausgerichtet und orientiert sich dabei an den Raumkanten des benachbarten Objektes. Die Verdrehung des Baukörpers gegenüber dem Targetlabores wird durch die Schrägstellung des westlichen Giebels spannungsvoll thematisiert. Mit dem dreiseitig als Satteldach wahrnehmbaren Doppelpultdach wird Bezug auf die Typologie der umgebenden Bebauung genommen. Für die Gebäudehülle wird als heimisches Material Thüringer Schiefer als Dach- und vorgehängte, hinterlüftete Fassadendeckung in zeitgemäßer Verlegetechnik vorgesehen. Die nördliche, zwischen den Satteldachgiebeln herabgesenkte Teilfläche des Doppelpultdaches erhält eine extensive Begrünung. Die anthrazitfarbene Schieferhaut betont den blockhaft, skulpturalen Charakter des Baukörpers, der insbesondere durch den Rücksprung des Laborgeschosses sowie die Giebelform und die abgeknickte Schrägstellung des Westgiebels erreicht wird. Der mit breiter Rahmung zurückgesetzte Austritt auf der Südseite des Bürogeschosses sowie der unterschnittene Haupteingang werden als in den Grundkörper geschnittene Bereiche farbig akzentuiert.

Bauherr: Freistaat Thüringen, Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV)

Nutzer: Helmholtz-Institut (HI-Jena) I Friedrich Schiller-Universität Jena (FSU Jena)

Leistungen: Wettbewerb, 3. Rundgang

Bausumme:8 Mio Euro

Bauvolumen: ca. 1200 qm