Ehemalige Synagoge

Abschließende Sanierung zum Veranstaltungs- und Begegnungszentrum
Görlitz 2017-2020

Für die Stadt Görlitz wurde die ehemalige Synagoge abschließend saniert, um sie als Veranstaltungs- und Begegnungszentrum „Kulturforum Synagoge Görlitz“ nutzen zu können.
Die Synagoge in Görlitz wurde im März 1911 eingeweiht. Sie stellt eine der bedeutendsten Synagogenbauten in Deutschland dar. Das Gebäude überstand als einziges auf dem Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen die Pogromnacht 1938. Seitdem geriet die Synagoge mehr und mehr in Vergessenheit und verfiel zusehends. Mit dem politischen Umbruch in der DDR und der deutschen Vereinigung erhielt die Synagoge diejenige Aufmerksamkeit, die im Ergebnis zum Erhalt dieses bedeutenden Bauwerkes führte. Im Jahr 2012 wurde die Synagoge als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Die Liegenschaft mit der baulichen Struktur der ehemaligen Synagoge unterliegt als Denkmal den Bestimmungen des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes. Ab dem Jahr 1991 erfolgten in der ehemaligen Synagoge elementare Sicherungsarbeiten zum Erhalt der Bausubstanz sowie Restaurierungsarbeiten in den hochwertigsten Räumen des Gebäudes.
Durch SCHUBERT + HORST Architekten wurde der Bau abschließend saniert und umfangreich saniert und für die zukünftige Nutzung funktional neu ausgestattet.
Dabei stand die architektonische Ausformung des hochwertigen Baudenkmals und deren Geschichte im Vordergrund. Noch vorhandene Architekturbauteile wurden weitgehend wiederverwendet und ergänzt. Notwendige Ergänzungen sind in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen zurückhaltend vorgenommen worden, ohne dass diese in Konkurrenz zur historischen Bausubstanz und Architektur treten.

Bauherr: Stadt Görlitz , Amt für Hochbau und Liegenschaften

Leistungen: Lph (teilw. 2 - 4) 5 - 9 in ARGE Synagoge Görlitz
mit Noack & Noack Ingenieure

Bausumme:ca. 3.5 Mio Euro


Fotos: Katharina Grottker